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Malteser Neu Ulm

Geistlicher Impuls zur Fastenzeit

Gott leidet. – Wie bitte? – Ja, Gott leidet.

06.03.2019

In unserer Gesellschaft hat sich vielerorts die Vorstellung durchgesetzt, dass, wenn es Gott gibt, er ganz weit weg von uns und völlig enthoben vom Schmerz der Welt ist. Dass Gott an unseren Problemen nicht interessiert ist und sie ohnehin nicht versteht.

Daraus ergibt sich dann häufig, dass viele aufhören, Gott ihre Leiden zu erklären und ihn um Hilfe zu bitten. Viele Menschen bleiben mit ihren Ängsten allein und es türmt sich Sorge auf Sorge. Wir verdrängen unsere Probleme, versuchen vor ihnen zu fliehen, und machen damit alles nur noch schlimmer.

Und genau diese Abwärtsspirale sprengt Jesus.

Er, der Gottes Sohn ist, zeigt uns – wir sind nicht allein mit unseren Problemen. Er wird dafür verurteilt, dass er die Botschaft von der bedingungslosen Liebe verkündet und muss völlig unschuldig sterben. Gott weiß also sehr wohl vom Leid der Menschen. Doch das Leben endet nicht mit Karfreitag. Der Tod hat nicht das letzte Wort!

Wir dürfen weiter schauen als zum Kreuz auf Golgota – darüber hinaus. Als Christen dürfen wir durch Jesu Auferstehung darauf hoffen, dass Gottes Liebe auch in unserem Leben siegt. Denn am Ende der Geschichte von Jesus steht nicht der Tod, sondern das Leben, das Leben in Fülle (Joh 10, 10).

Darum dürfen wir den Kreuzweg, das Leiden und das Sterben Jesu Christi als Ermutigung Gottes sehen. Denn wenn auch viele Lasten auf uns liegen und es häufig genug danach aussieht, dass wir unter ihnen zusammenbrechen, ist es doch Jesus, der mit uns geht. Er will uns helfen, unsere Last zu tragen. Er lässt uns in unserem Leiden nicht allein. Er hat sein eigenes schweres Kreuz getragen und gibt uns Kraft und Stärke, unser Kreuz auf uns zu nehmen.

Pia Eble

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