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Malteser Neu Ulm

Geistlicher Impuls des Monats - der Marienmonat Mai

Der Monat Mai regt uns an, in besonderer Weise über Maria nachzudenken und von ihr zu sprechen. Ja, dies ist in der Tat ihr Monat. (Hl. Johannes Paul II).

06.05.2019
Sandro Boticelli, 1480-81, Detail aus "Madonna mit Kind", Museum Poldi Pezzoli in Mailand.

„Spontan und wie selbstverständlich fühlen wir uns zur Mutter Gottes hingezogen, die auch unsere Mutter ist. Wir möchten ihr wie einem lebendigen Menschen begegnen: denn über sie hat der Tod nicht triumphiert, sie ist vielmehr mit Leib und Seele bei Gott dem Vater, bei seinem Sohn und beim Heiligen Geist.

Der katholische Glaube sieht in Maria ein bevorzugtes Zeichen der Liebe Gottes: Gott nennt uns schon jetzt seine Freunde; seine Gnade wirkt in uns, überwindet in uns die Sünde und gibt uns die Kraft, inmitten unserer Schwachheit - sind wir doch Staub und Elend - irgendwie das Antlitz Christi widerzuspiegeln. Wir sind nicht bloß Schiffbrüchige, denen Gott Rettung versprochen hat, sondern diese Rettung ist bereits wirksam in uns. Unser Umgang mit Gott gleicht nicht dem eines Blinden, der sich nach dem Licht sehnt, doch ganz von der Not der Finsternis umfangen wird, sondern dem eines Sohnes, der sich von seinem Vater geliebt weiß.

Diese Herzlichkeit, dieses Vertrauen und diese Sicherheit finden wir bei Maria.

Viele Christen leben den alten Brauch, ein Skapulier zu tragen; manche haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die Muttergottesbilder, die man in jedem christlichen Haus oder in den Straßen so vieler Städte antrifft, zu grüßen - Worte sind dazu nicht notwendig, es genügt ein kurzer Gedanke; andere beten den Rosenkranz, dieses schöne Gebet, bei dem man nicht müde wird, dieselben Dinge wie Verliebte immer aufs neue zu wiederholen und dabei die wichtigsten Augenblicke im Leben des Herrn zu betrachten; oder sie widmen einen bestimmten Tag der Woche Maria - gerade den, an dem wir heute versammelt sind: den Samstag -, um sich ihr erkenntlich zu zeigen und ganz besonders darüber nachzudenken, daß sie die Mutter Gottes und unsere Mutter ist.

Es gibt noch viele andere Andachtsformen zu Maria, die wir jetzt nicht aufzählen wollen. Nicht alle brauchen im Leben eines Christen ihren Platz zu finden - denn im inneren Leben wachsen bedeutet nicht, Andachten anhäufen -, aber andererseits möchte ich behaupten, daß niemand die Fülle des Glaubens lebt, ohne sich die eine oder andere dieser Andachten zu eigen gemacht zu haben, ohne seine Liebe zu Maria in irgendeiner Form unter Beweis zu stellen.“

José Maria Escrivá de Balaguer in „Christus begegnen“, Kap. 14, 1978

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