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"Am Aschermittwoch ist alles vorbei"? Nein – am Aschermittwoch fängt es erst richtig an

26.02.2020

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei", hat Jupp Schmitz einst gedichtet. Das stimmt aber nicht! Am Aschermittwoch fängt es erst alles richtig an. Mit dem heutigen Aschermittwoch fängt die 40-tägige Vorbereitungszeit auf unser höchstes christliches Fest – Ostern – an.

In den nächsten 40 Tagen – die Fastenzeit – dürfen wir uns besonders Zeit nehmen für Gott und unseren Nächsten und einen Kehraus in unserem eigenen Leben vornehmen.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Stille und der Besinnung. Es geht in der Fastenzeit nicht um Hungern, sondern darum sich von Bequemlichkeiten, Genussmitteln und anderen Anhänglichkeiten loszusagen. Auf etwas verzichten zu können, was wir vielleicht nicht unbedingt brauchen, und was unsere Konzentration und Herz von Gott und unserem Nächsten wegführt.

So können wir uns auch vertiefter dem Gebet zuwenden, zum Beispiel durch Lesen in der Bibel, Messbesuche, oder eine (Neu)Entdeckung der einen oder anderen Andachtsform.

Unserem Nächsten können wir uns verstärkt widmen, indem wir uns zum Beispiel mehr Zeit nehmen für Personen, von denen wir wissen, dass sie einsam sind. Oder wir können Almosen geben, wo jemand finanziell bedürftig ist.

Die Fastenzeit ist aber auch eine Zeit der Buße und der Umkehr. Die Worte, die vielleicht in den Ohren des modernen Menschen etwas seltsam klingen können, bedeuten doch nur, dass wir unser eigenes Leben anschauen und neue Wege einschlagen, wo es nötig ist, weil wir zu weit weg von Gott geraten sind. Dass wir reflektieren, wo es in unserem Leben nicht so gut läuft, wo wir Gutes unterlassen und Böses getan haben. Und dies alles dürfen wir dann dem Herrn im Sakrament der Buße bringen und seine unendliche Liebe durch die Vergebung erfahren. Wie schön ist es, unseren Ballast loszuwerden und seine unendliche Liebe spüren zu dürfen!

Nichts ist also vorbei am Aschermittwoch – im Gegenteil: Die Fastenzeit bietet eine wunderbare Möglichkeit eines heilsamen Aufbruchs in unserem Leben. Nutzen wir sie!

Pia Eble

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